Heute33
Gestern57
Woche424
Monat1039
Insgesamt221457

Der American Akita

 

Der American Akita ist ein Hund.  Daran besteht kein Zweifel.

 

Er ist aber etwas anders als das in den Menschenköpfen eingeprägte Bild eines Hundes,

dass beweisen die Reaktionen der Fachleute.

Auf das Wort „American Akita“ werden bei Hundetrainern entweder die Hände über dem Kopf geschlagen

oder man begegnet plötzlich aufleuchtenden Augen, die eine eindeutige Bewunderung für die Rasse bezeugen.

Dazwischen gibt es nix.

 

Entweder will man mit American Akita nichts mehr zu tun haben,

für kein Geld der Welt oder ist man der Rasse mit Herz und Seele verfallen.

 

„Einmal American Akita – immer American Akita“.


Der Mensch formt fast jede Hunderasse, manchmal kreiert er eine neue, der Mensch beeinflusst die Entwicklung aller Rassen.     

Beim American Akita ist das nicht anders, allerdings auf eine besondere Weise.

Seit Hunderten von Jahren schätzte man an dieser Rasse ihre Selbstständigkeit, die gepaart mit hoher Intelligenz,

Dominanz und Ur-Instinkten einen außergewöhnlichen Begleiter des Menschen hervorbrachte.     

 

Japanern sein Dank...  

Aber ein inkonsequent geführter American Akita,

kann zum schlimmsten Alptraum des Besitzers werden.

 

 

Schauen wir uns den Hund an    .


Ein muskulöser Körperbau, mit sehr für das Auge angenehmen Proportionen,

starkem Deckhaar und unglaublich dichter Unterwolle.

Der American Akita ist eindeutig ein Vertreter der nordischen Rassen,

der die frostigen Temperaturen nicht fürchtet, sogar genießt.

Kein starker Schneefall oder Regenguss kann dem Hund was anhaben.   

Die wunderschöne Rute wird auf dem Rücken gerollt getragen, die Spitzohren stehen aufrecht,

die dreieckigen, dunklen  Augen schauen immer aufmerksam zu.

Schon alleine das imposante und würdevolle Erscheinen eines American Akita zieht die Aufmerksamkeit der Passanten wie ein Magnet an.

 

 

Das wunderschöne Bild des American Akita darf aber nicht täuschen, er ist kein Kuschelbär oder Spielzeug.                                                                                   

Besitzer von American Akita müssen gewisse Eigenschaften aufweisen und bereit sein, sehr viel Zeit sowie Einfallsreichtum in den Hund zu investieren, damit sie mit dem American Akita zufrieden sind aber auch umgekehrt.                        


Über mehrere Jahrhunderte wurde von American Akitas Vorfahren Außergewöhnliches verlangt,

er war ein BEGLEITER (kein Hund) der Samurai.

Er war der Beschützer der Höfe, er war das Vorzeigeobjekt der Adeligen und ein unerbittlicher Jäger auf Rot- und Schwarzwild und er lehrte Bären das Fürchten.

Diese Menge von Aufgaben brachten einen Menschenfreund hervor, der zwar unglaublich Menschenbezogen ist, aber gleichzeitig das Recht zum selbstständigen Denken und eigenen Entscheidungen beansprucht.                  

Durch seine Vorgeschichte hat der American Akita besondere Eigenschaften,  die für viele Menschen  schwer zu begreifen sind.

Diese zum Glück erhaltenen Charakterzüge sind aber auch der Grund, warum etliche American Akitabesitzern so stark auf diese Rasse fixiert sind.

 

In den Hundeschulen ist ein American Akita meistens kein willkommener Mitspieler, obwohl die Sozialisierung vom Welpenalter an zu den grundlegenden Aufgaben eines Besitzers gehört.                                                 

Er ist SEHR dominant, freundlich zu allen Vierbeinen aber nur unter der Voraussetzung, dass ER der Chef unter den Hunden ist. 

Gleichgeschlechtliche Hunde, die diese Tatsache nicht akzeptieren wollen, werden eines Besseren belehrt.

An diesem Punkt fängt die feinfühlige Arbeit des Trainers und Besitzers an,

bei guter Teamarbeit wird ein   American Akita zum  Traumhund.        

Dazu kommt noch, dass ein American Akita eine Sturheit besitzt, die die des Esels um Längen schlägt.    

Er begreift schnell und genauso schnell wird er mit monotonen Übungen gelangweilt.

Er kann zu einem Schreck  ungeduldiger Trainer werden.

Erteilte Befehle werden zuerst immer nach ihrem Sinn analysiert und erst dann wird es entschieden...

Versuche einen American Akita auf eine rüde Weise zu erziehen, sind zum Scheitern verurteilt –

er schaltet auf stur, er hört und sieht nichts mehr.

Hier sind Feingefühl, Ideenreichtum in der Erziehung und  Kommunikation

in beiden Richtungen gefragt und unbedingt erforderlich.

 

Das vereinfachte Bild der Erziehung: „Der Mensch sagt, der Hund hört“ funktioniert nicht, das Frauchen/Herrchen und der American Akita müssen beide aufeinander eingehen.

Nur wenn der Besitzer bereit ist die Signale des Hundes zu verstehen und auf sie einzugehen,

wird der Erziehungsprozess erfolgreich.

Zu den etwas unangenehmen Eigenschaften der American Akita gehört ein starker Jagdtrieb.

Aber Dank seiner Intelligenz und Liebe zu seinen Menschen kann man sich mit einem American Akita auch in dieser Beziehung arrangieren.

 

 

 


Der Akita ist eine eigenwillige, eigenständige und selbstbewusste Rasse und muss deshalb konsequent erzogen werden, und zwar vom Welpenalter an.

Trotz der nötigen Konsequenz darf man einen Akita jedoch zu nichts zwingen.

Aus Liebe zu seinem Besitzer macht ein Akita alles,

wenn auch nicht immer beim ersten Mal!
 

Ein Akita Besitzer braucht strapazierfähige Nerven.

Wenn Sie die haben, mit Ruhe und Geduld auf ihren Akita eingehen,

werden Sie allerdings einen Freund fürs Leben gefunden haben.

 

American Akita als Zwingerhund ist praktisch undenkbar.

Er will und muss vollkommen in der Familie integriert sein,

nur dann kann er sich zu einem Prachthund entwickeln und alle seinen Vorzüge beweisen.

Diese Hunde haben eigenständige, starke Persönlichkeiten, jeder von ihnen ist in seinem Wesen anders.

Trotzdem gewisse Gemeinsamkeiten sind unübersehbar.

Wie bereits gesagt, American Akita sind sehr dominante Hunde.                  

Hündinnen geben sich mit ihrer Position in der Familie eher zufrieden,

viele Rüden versuchen aber immer wieder sich in der Familie hoch zu mobben.

Daher ist der Besitzer verpflichtet ein eindeutiger, „würdiger“ Alpha im „Rudel“ zu sein.

Für American Akita-Neulinge werden von verantwortungsvollen Züchtern Hündinnen empfohlen,

sie sind etwas führiger.

Gewalt gegenüber dem American Akita führt in keinem Fall zu einem Erfolg,

der American Akita unterwirft sich nicht, er ordnet sich unter, das ist ein riesiger Unterschied.


Kinder werden in der Familie üblicherweise akzeptiert, oft bemuttert, sogar von Rüden.

Man darf aber unter keinen Umständen vergessen, dass American Akita große, kräftige und unabhängige Hunde sind und Kinder sollten niemals mit einer American Akita alleine gelassen werden wenn man sich nicht sicher ist ob der American Akita seine Position im Menschenrudel kennt und akzeptiert hat.

Ein American Akita der seine Position im Menschenrudel kennt und akzeptiert ist ein zuverlässiger Hüter und wird seine Kraft niemals gegen sein Rudel missbrauchen.

Dazu ist seine Bindung an den Menschen zu groß.                     

Der American Akita besitzt durch seine Jahrhunderte lange sehr enge Bindung an seine Halter eine natürliche Beißhemmung gegenüber dem Menschen.           

Diese Eigenschaft hat dazu geführt, dass eine Schutzhundausbildung mit einem American Akita ein völlig sinnloses Unterfangen ist.

Der American Akita ist nicht bereit einen Menschen auf Befehl zu beißen.          

Eine Verteidigungseinstellung in einer Notsituation für sein Rudel, kommt automatisch, wenn er es für nötig erachtet.


Beißvorfälle sind zwar eine absolute Seltenheit, können aber bei einer inkonsequenten Erziehung vorkommen, grade deshalb müssen Eltern als Halter eines American Akita dieses Maß an Verantwortung vorweisen können.


American Akita sind zu Hause sehr ruhig und unauffällig.          

Trotzdem bewachen sie ihr Zuhause sehr konsequent und aufmerksam, evtl. Eindringlinge werden von weitem gewarnt.

Meldet sich mal ein American Akita ist es angesagt selbst nachzuschauen; er tut das nie ohne triftigen Grund. 

Fremde werden immer sehr aufmerksam beobachtet und zwar solange, bis ihnen der Status eines Freundes verliehen wird.

Das geschieht nicht allzu schnell, auch Bestechungsversuche bedeuten meistens eine bittere Niederlage.

Freunde wiederum bleiben von American Akita auch nicht verschont – die Art der stürmischen Begrüßung lässt oft dauerhafte Spuren an der Kleidung vermuten.

 


 

Der Akita erreicht innerhalb der ersten 8 Lebensmonate fast seine Endgröße (bei Rüden ca. 67cm und bei Hündinnen ca. 61cm Schulterhöhe).

Danach kommen erfahrungsgemäß noch 1-2cm in der Höhe und natürlich noch einiges
an Gewicht hinzu.

Sie haben also recht früh einen Hund, der zwar  groß an Gestalt, aber in der Entwicklung und Festigung seiner Knochen, Bänder und Gelenke eben noch ein Kleinkind ist.

Daher sollten Sie den Hund nicht überanstrengen und weite Spaziergänge, Kletterpartien, ständiges Treppensteigen u.ä. vermeiden

 

 
Der Akita gehört zu den ältesten Hunderassen der Welt.

Zuchtnachweise können bis ins 15. Jahrhundert zurückverfolgt werden und Skelettfunde lassen vermuten, dass es ähnlich aussehende Hunde in Japan bereits vor
 

Ca. 5.000 Jahren gegeben haben muss.

Der Name Akita ist abgeleitet von der japanischen Präfektur Akita im nördlichen Teil der Insel Honshu.

Die Rasse soll dort ihren Ursprung haben.

Das dem Akita oft hinzugefügte Inu bedeutet „Hund“.

Früher soll der Akita hauptsächlich Gefährte der Samurai gewesen sein.

1931 wurde er durch Kaiser Hirohito zum Nationalbesitz erklärt.

Damit war auch der Export eines Akita nicht mehr erlaubt.

Erst nach 1945 wurde diese Bestimmung nicht mehr eingehalten.

Während der Besatzungszeit wurden viele Akita von Amerikanischen Soldaten nach Amerika ausgeführt.

.

Mittlerweile gehört der Akita zu den offi ziellen National- und Naturdenkmälern Japans.

Noch heute gilt der Akita in Japan alsSinnbild für unerschütterliche Treue:
 

An der Shibuya Station des Bahnhofes in Tokio steht seit 1948 eine Bronzestatue des Hundes „Hachiko“, die an die Liebe und Treue dieses Akita zu seinem Herrn erinnern soll.

Hachiko war der Akita des Professors Ueno, der an der Universität in Tokio lehrte.

Jeden Morgen brachte Hachiko den Professor zum Bahnhof und holte ihn am Nachmittag wieder ab.

Professor Ueno starb 1925 in der Universität an einem Herzinfarkt.

Hachiko aber ging noch 10 Jahre jeden Morgen und Nachmittag zum Bahnhof um dort auf seinen Herrn zu warten.

Am 7.3.1935 fand man Hachiko im Alter von 12 Jahren tot an dem Platz, an dem er so viele Jahre gewartet hatte.